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Mittwoch, 19. Januar 2011

DRAGNET 's HEILIGE HINTERRÄUME

In manch Kundengedanken auch 'die heiligen Räume' genannt.

Denn wer es als Nichtmitarbeiter oder engerer Bekannter der Dragnet-Truppe in diese Hinterräume, auch gern "DAS LAGER oder Konfektionierungsräume genannt, geschafft hatte, zählte offiziell zu den besten und beliebtesten Stammkunden.




Leider gibt es nur wenig aussagekräftige und wie man sieht eher unprofessionell geknipste Fotos. Die Aufnahmen datieren wahrscheinlich unterschiedliche Zeitpunkte.

Was viele vielleicht nicht wissen ist folgende Tatsache. HINTER dem kleinen Büro/Lagerraum, der auf den Fotos teilweise zu sehen ist, gab es noch einen als Konfektionierungsraum für die ersten PANTEON Aktivitäten umfunktionierten Hausflur.

Wir kauften derzeit die die Jewel-Cases und Trays, die Drucksachen und die CDs bei unterschiedlichen Herstellern und konfektionierten die CDs dann per Hand in Eigenregie. Die dadurch ermöglichten Mindestgewinnspannen, waren die Basis für die rapide Vergrösserung von Panteon.

Der Flur war zeitweise ordentlich bevölkert, da teilweise bis zu 4 Aushilfskräfte (die mit den Dragnet oder Labelgeschichten meist nichts zu tun hatten) dort hinten hausten und von morgens 09:00 bis in die Abendstunden konfektionierten.

Bei terminlichen Engpässen, die in der Panteon Anfangszeit immer wieder vorkamen, mussten gelegentlich auch sämtliche Dragnet Mitarbeiter Hand anlegen. Dieser Flur, und das war der grosse Nachteil, durfte und wurde auch von anderen Mietern des Geschäftshauses als Durchgang genutzt, um in den separaten und verschliessbaren Wäschetrockenraum des Hauses gelangen zu können. Eigentlich hing da nur eine Mietpartei ihre Wäsche zum Trocknen auf.

Nur der selbsternannte Hausmeister des Hauses meinte alle Stunde dadurch laufen zu müssen, da er nur schwer einsehen konnte, ein so grosses Areal (besagter Flur) seiner Überwachungsfläche an die Lärmbrüder des Plattengeschäfts mit den komischen Hüllen im Schaufenster, zu verlieren. Leider besitze ich kein Foto dieses Flures bis auf das hier abgebildete leere Regal mit dem Panteon-Karton und der Büste.

In den letzten 2 oder 3 Jahren der Ladenlokaltätigkeit bekamen wir noch einen Vorraum des Trockenraumes dazu, der dann als Büro diente. Auf dem Foto sieht man den kargen Anfangszustand.

Interressant war auch die Türe des Lagerraums, die in den hinteren Teil des Ladens führte.
Dieser Ausgang/Zugang wurde nicht nur zu Abkürzungszwecken genutzt, sondern auch gerne, von dem ein oder anderen Mitarbeiter besonders gerne, als Abschreckungsszenario für angedachte oder von uns vermutete Ladendiebstähle umfunktioniert.

Bündelten sich Verdachtsmomente, dann verschwand ein Mitarbeiter nach hinten und riss mit atemberaubender Wucht die Türe auf.

Dass in all den Jahren kein einziger Kunde einen Herzinfarkt erlitten hat, grenzt an ein Wunder.

Freitag, 14. Januar 2011

SANTA SPREES - SCOUT DEMOTAPE 1995



Diese Band und die beiden Tapes standen immer wieder zur Disposition um weitere 'Produktionsschritte' einzuleiten, bzw. eine Veröffentlichung ernsthaft anzudenken.

Es scheiterte daran, dass wir einen vorfinanzierten und mit den ersten Royalties zu verrechnenden Studioaufenthalt anrieten, da wir trotz des sehr reizvollen 'Ultra-Lo-Fi-DIY" Charakters der Promotionstapes, keinerlei Erfolgsaussichten auf halbwegs den 'Break-Even' erreichenden Verkaufszahlen, sahen.

Zwar traf die Lo-Fi Ästhetik sehr gut den damaligen Zeitgeist (Guided by Voices, Daniel Johnston, K-Records, etc.), doch die vorliegenden Aufnahmen in ihrer doch schwer konsumierbaren Rauhheit und vor allem ohne direktes Zielpublikum, bedurfte einer soliden Nachbearbeitung.


Ich habe die Briefwechsel noch einmal gelesen und glaube die Nichtrealisierung des Studiovorhabens lag in den Umständen begründet, ein geeignetes, preisgünstiges Studio in oder um London zu finden. Oder in etwaigen, umfassenderen Hemmschwellen der beiden Protagonisten, einen professionelleren Weg einzuschlagen. Getarnt wurde dies durch geäußerte Ängste ihre Originalität und Ursprünglichkeit einzubüssen.

Na ja... ich hatte jetzt nicht Phil Spector als Produzenten im Hinterkopf.

Zu meiner grossen Überraschung fand ich einen umfangreicheren Bericht und ein Interview mit Santa Sprees in dem Online-Magazin CRUD MAGAZINE. Dort durfte ich auch erfahren, dass es im Jahre 2000 doch noch eine CD auf dem sehr feinen englischen DREAMY Label gegeben hat. Diese CD enthält nur einige wenige Tracks der Promo-Tapes.

Ausserdem gibt es sogar bei You Tube zwei/drei Clips, von denen besonders VINEGAR IN AMSTERDAM eine Hörprobe verdienen dürfte. DIESER Track klingt dann von der Produktion SO, wie WIR und das eigentlich damals vorgestellt hatten.

Als download gibt es das komplette Tape.

SPREES-Side


SANTA-Side.

Ich werde noch ein oder zwei Tracks von den Tapes filtern und für den BLOG-SINGLES-CLUB nachreichen.

Freitag, 7. Januar 2011

LADENFOTO MIT LOKAL-PROMINENZ


Nachdem nun beschlossen scheint, dass 'Ehemalige' auch ohne deren ausdrücklichen Zustimmung, auf altem Fotomaterial präsentiert werden dürfen und/oder sollen, ist es mir eine besondere Freude dieses Kleinod zu veröffentlichen.

Ein schönes, frühes Ladenfoto mit einem Dragnet(er), den beiden Jack or Jive's und der Ex-Freundin eines Stammkunden, Klangtüftlers und Labelbetreibers.

Sonntag, 2. Januar 2011

PANTEON - 1 MILLION GEFERTIGTE CDs


Noch recht gut erinnere ich mich an diesen Sonderdruck zur Einmillionsten, auf eigenen Fertigungslinien hergestellten, CD. Ob jeder damalige Mitarbeiter eine erhalten hat, kann ich heute nicht mehr sagen, aber mein Exemplar habe ich mir gut bewahrt.

Leider weiß ich nicht mehr in welchem Jahr diese (damals noch) 'magische' Grenze erreicht wurde. Jedenfalls noch eine deutliche Zeit vor den obligatorischen Computer oder Musikzeitschriftenbeilagen.

Da zur Feier dieses Tages eine Gold-Disc (damals noch etwas Edles und Besonderes) bedruckt wurde, ist mein Scanner leider nicht in der Lage ein besseres Foto zu produzieren. Es befindet sich übrigens keine Musik auf der CD.