SHOP - LABEL - MAILORDER

Montag

DIE DRAGNET JUBILÄEN - Teil 2


Kommt ein Kunde am Jubiläumstag gegen 11:00 Uhr in den stark besuchten Laden. Schaut sich ein wenig um, beobachtet die anderen ‚Gäste’, die hockend die Plattenreihen vor der Theke und an diversen Stellen innerhalb des Ladens teilweise hektisch durchstöbern. Geht kurz zu dem großen CD-Tisch im hinteren Bereich des Ladens, der des Stammprogramms entledigt wurde, um Platz zu schaffen für mehrere Hundert, zum Teil stark preisreduzierte Jubiläums CDs. Kommt dann zur Theke, knabbert ein paar Salzstangen, nimmt und studiert den Jubiläumsflyer und fragt dann nach einigen Minuten: Wo habt ihr denn die Sonderpreise?

DRAGNET RECORDS ALS KONZERTVERANSTALTER


Neben den Laden -und Labelaktivitäten versuchten wir uns bereits sehr früh an der Organisation und Realisierung von Konzerten innerhalb Aachens und einer der Höhepunkte DIESER Aktivität war das Doppelkonzert von Jack Or Jive und The Legendary Pink Dots.

Wenngleich die Legendary Pink Dots als Hauptact fungierten, hatte sich aufgrund der unermüdlichen Dragnet Ladenpromotion doch eine größere Anzahl Jack or Jive Interessierter eingefunden, die den suggestiven Auftritt lautstark bejubelten.

Leider wurde das Konzert immer wieder getrübt durch einen aggressiven Zuschauer, der sich meist mit dem Rücken zum Bühnengeschehen postierte und psychopathisch und latent gewaltbereit in die verunsicherte Besuchermenge starrte.

Dennoch konnte dies dem gelungenen Ereignis nur marginalen Schaden zufügen, denn die Besucher verließen erst nach mehreren Zugaben zufrieden den ehrwürdigen JAKOBSHOF.

Ich erinnere mich sehr gut daran, dass mindestens 2 Zuschauer längere Abschnitte des Konzerts gefilmt hatten und vielleicht erreichen wir ja zumindest einen auf diesem Wege. Wenn ja, bitte unbedingt melden, denn ein visueller Nachweis dieses Konzertereignisses würde dem Blog und speziell diesem Beitrag gut zu Gesichte stehen.

Das auf dem Foto abgebildete Tape sollte eigentlich einen akustischen Nachweis des Konzerts liefern, doch zu meiner grossen Überraschung befindet sich nicht ein Ton auf der Kassette. Entweder gelöscht durch mysteriöse Unverträglichkeiten diverser Magnetfelder oder damals in gutem Glauben vorzeitig beschriftet oder von kleinen GEMA-Männchen irgendwann nachts böswillig, jedoch wie immer NUR im Sinne des Künstlers, gelöscht. Ich weiß es nicht.

Jedenfalls bin ich ganz sicher, dass es einen anderen Tapemitschnitt (direkt vom Mischpult) des Jack Or Jive Gigs gibt. Ich werde ihn suchen, finden und bloggen!

JACK OR JIVE - PRAYER CD - DRADOMEL 01



Mittlerweile gibt es so viele Internetquellen, wo detaillierte Informationen zu sämtlichen Veröffentlichungen, bzw. Biographien der Band zu finden sind, dass auch aus diesem Grunde hier und für die meisten zukünftig zu berichtenden JoJ Vö’s unserer Label, auf eben diese bekannten Dinge verzichtet werden soll. Nach einigen Demos und der in Kleinstauflage in Eigenregie erschienen Kassette „EXPATRIATION" erschien im November 1990 mit PRAYER die DEBUT CD des zu dieser Zeit noch nicht in den heiligen Bund der Ehe eingetretenen japanischen Avantgarde Duos.

Dies war gleichzeitig auch die erste gemeinsame Veröffentlichung der Labelfusionen Dragnet Records und Dom Elchklang unter dem zu diesem Zwecke erdachten Banner: DRADOMEL (gesprochen: drähdoohmäl). Auf Prayer dominieren noch die eher düsteren Ambient Soundflächen, die von CHAKOS improvisiertem Vokaleinsätzen untermalt werden. Lediglich der unten zu hörende Track : FOR CHILDREN'S FUTURE wies darauf hin, welch atmosphärisch-poppiges Potential Jack or Jive haben konnten und mit den ELVES Veröffentlichungen als Jack or Jive LIGHTS auch veröffentlicht wurde.

Nigel Harris schrieb folgenden kurzen aber prägnanten Kommentar-

The title of their debut CD from 1990 is perfectly suited to the musical comments. Although technically the least accomplished of their albums, they make up for this by defining their dream-songs of minimal, naive tunes and instrumental atmospheres.

This album is distinguished by the piece "Worry about the country" which features the voice of the Japanese writer and patriot, YukioMishima, and the final extraordinary song "Prayers", where Chako's passionate and disturbing vocals are joined by the chanting of monks.

FOR CHILDREN'S FUTURE

THE LAVENDER HILL MOB - SCOUT DEMOTAPE



An dieses Tape von 1997 kann ich mich überhaupt nicht mehr erinnern. Ich bin schon überrascht aufgrund der ziemlich guten Produktion und der Qualität der Songs. Die einzige Erklärung, warum ich diese englische Band seinerzeit nicht weiter beachtet habe, mag an der unverkennbaren Ähnlichkeit zu GENE liegen, die genau zu dieser Zeit der aktuelle UK Hype waren.

Habe die 3 Tracks dieser Kassette jetzt mehrfach gehört und bin ziemlich begeistert.

Leider sind keinerlei Infos im Netz zu holen.

Selbstverständlich ein eindeutiger Kandidat für den Blog-Singles-Club.

Alle Tracks zum Direkthören oder durch Klicken auf das DivShare Symbol zum downloaden

JUST FEEL



THE STANDARD


UP THE GARDEN PATH

FAT SHADOW - EIN DRAGNET HAUPTLIEFERANT



Ein reines Insider/Mitarbeiter Nostalgie Posting. Der englische Hauptexporteur für den Dragnet Shop. Mit wie viel Vorfreude wurden diese Lieferungen von der Belegschaft und einigen Stammkunden erwartet. Meistens über die Spedition Ziegler günstig angeliefert, da der Betriebsleiter seine Spedition auf dem gleichen Gelände in der Süsterfeldstrasse beherbergte wie anfangs Panteon und Scout. So war ein Kontakt, verbunden mit einem freundlichen Preisangebot, schnell hergestellt.

FAT SHADOW war ein in London ansässiger, nicht bestmöglich organisierter Großhändler, der in den Anfängen auf Reggae spezialisiert war. Welche Begleiterscheinungen dies womöglich gehabt haben mag, braucht hier nicht weiter erläutert zu werden.

Ich habe den Chef des Unternehmens auch einmal in London, im Rahmen diverser anderer geschäftlicher Aktionen, getroffen. Er bevorzugte es, sich mit mir auf ein paar Bierchen in einem Lokal in Camden Town, zu treffen, anstatt in den FS Räumlichkeiten. Auch dies ließ Rückschlüsse zu. Dennoch haben wir mit FS lange fruchtbar zusammengearbeitet und bis kurz vor dem Ende bestellt.

Die Weihnachtskarte erhielten wir seinerzeit in der ersten Januarwoche des Folgejahres!

ELIZABETH EGAN - ELVES DEMOTAPE



Elizabeth Egan aus London meldete sich aufgrund unserer ELVES-Anzeige in der VOX.

Die bereits ziemlich professionelle Produktion ihres Demotapes hatte uns überrascht, doch nach einigen Schriftwechseln war klar, dass die Künstlerin wesentlich ambitioniertere Ansprüche und Visionen hatte, als auf einem kleinen Indielabel zu veröffentlichen. Zumal sie der Ansicht war, das ihr Demotape nicht annähernd wiedergäbe, wie ihre Stücke nach einem längerem Studioaufenthalt mit Streichern, Bläsern usw. klingen sollten.

Musikalisch war es mir persönlich eh zu sehr an Kate Bush und Tori Amos angelehnt. Jedenfalls ein klares Majorlabel Ding. Ich konnte ihr zwar damals noch mit einem Polydor A&R Kontakt dienlich sein, aber leider hat man nichts mehr von ihr gehört. Schade eigentlich...

Als Soundfile habe ich das am wenigsten nach besagten Artists klingende Stück ausgewählt. Wer mehr 'brauchen' sollte, sende bitte ein mail oder einen kurzen Kommentar. Aufgrund der avisierten Geschlossenheit des zukünftigen Blog-Singles-Club-Samplers gibt es hierfür KEINEN "Tag".

TANGLE AND TWINE


DRAGNET SHOP - KUNDENFOTO NR.1


Dann doch... das erste zugesandte Ladenfoto aus den Händen eines ehemaligen Kunden.

Vielen, vielen Dank lieber W. Es muss sich um eine sehr frühe Aufnahme handeln (vermutlich von 1991) denn der erkennbare Verstärker war recht früh kaputt.

Weitere Indizien: Fehlendes CD Regal im hinteren Bereich, kein Videoregal. Vermutlich noch keine Neuware. Nirgends CDs zu sehen. My Bloody Valentine Vinylsammlung aus den Anfängen des Shops.

Ansonsten glaube ich noch folgende Platten/Raritäten zu erkennen: Links neben dem SMITHS-Poster hängt Janus-Gravedigger. Rechts unten neben Smiths noch OUT OF FOCUS und natürlich auf der Ablage über der Tür zum Lager irgendwas von den Neubauten. Sonst noch was?

MAAT - SIE - DRAGNET CD 07


MAAT war das ambitionierte Projekt der Kielerin Dörthe Marth. Ihre intelligent konstruierte Musik entstand durch die Verbindung von konkreten Klängen mit einem hypnotisch-meditativen Rhythmusgefühl, bereichert durch improvisiert wirkende Vokaleinlagen. Eine musikalische Verwandtschaft zu ihrem szenebekannten Kumpel ASMUS TIETCHENS und der atmosphärisch dichten Musik von WERKBUND kann man sehr gut ausmachen.

Das Besondere an ihrer Musik - für mich jedenfalls - war die assoziative Wirkung von Fernweh und Meer. Eine ‚schwere’ aber nicht bedrückende, eine dunkle aber nicht düstere Stimmung, entstand in vielen ihrer Stücke.

Ende der 90er startete sie ihr Projekt XYRAMAT und veröffentlichte unter diesem Namen weitere Musik. Außerdem ist sie aktives Mitglied der Hamburger In-Location HÖRBAR.

Die Hörbar ist der zentrale Treffpunkt von Konsumenten und Produzenten elektronischer / elektroakustischer / industrialer Musik, mittwochs von 21.00 bis 1.00 Uhr in der Brigittenstr. 5 in Hamburg, St.Pauli. Ausserdem ein Garant für eigenwillige Performances und She-DJ Aktionen. Eine kleine Kostprobe in Form eines QuickTime Videos kann man mit ein wenig Ladewartezeit HIER sehen.

1994 organisierten wir übrigens einen Auftritt im Ludwig-Forum in Aachen als Support-Act für Jack or Jive. Dazu mehr in einem späteren posting.

Das wunderschöne Cover ihrer DRAGNET-CD „SIE" wurde gestaltet von dem norddeutschen Maler und Künstler Henning Rehtmeier, dessen Homepage man unbedingt besuchen sollte.

TEKKUH


A-WAY


MAATs Tz

BOW HILL (Ex- GRAVEL) - SCOUT DEMOTAPE



Nachdem sich die von mir sehr geschätzte Alternative-Rock Band GRAVEL nach mehreren tollen Singles und den zwei starken LPs auf dem ESTRUS Label, nämlich BREAK-A-BONE und NO STONE UNTURNED Anfang 1994 aufgelöst hatte, drängte es SCOUT RELEASES den Sänger/Gitarristen und Kopf der Band, BRYAN ELLIOTT zu kontaktieren und anzufragen, ob neue Projekte angedacht waren.

Tatsächlich war eine Nachfolgeband zusammengestellt worden und die ersten Aufnahmen unter dem neuen Bandnamen BOW HILL wurden mir in ziemlich unspektakulärer Weise (siehe Photo der Kassette) mit kurzem Vermerk: Hope You like it..., zugesendet.

Die Tracks auf dem Tape sind ‚basically’ gut, aber kaum anders als Gravel, jedoch mit einem teilweise mehr als dilettantischen Drummer, der nur schwer den Takt halten konnte (ein ähnliches Problem hatte Elliott bereits bei seinen ersten Pre-Gravel Formationen THE FEW und POUNDING SERFS.

In den späten 90er Jahren soll es dann noch einmal eine BRYAN ELLIOTT BAND gegeben haben und ein Projekt namens BURL. Zu einem Labeldeal und/oder Studioaufnahmen ist es aber offensichtlich nie gekommen.

Zum Direkthören und als weiteren Beitrag für den Blog-Singles-Club habe ich LONG FORGOTTEN MEMORY ausgewählt und als wirkliche Rarität die gesamten und nie veröffentlichten BOW HILL Aufnahmen dieses Tapes hier zum DOWNLOAD.


JACK OR JIVE GLÜCKWUNSCHKARTE


Eine ganz besondere Glückwunschkarte zum dreijährigen Ladenjubiläum erreichte uns von JACK OR JIVE.

Das zeichnerische/künstlerische Talent von CHAKO konnte man ja auch auf den meisten ihrer Coverartworks bestaunen, aber auch gesendete Faxe, Briefe, Postkarten und Vorabtapes (von denen es wirklich sehr viele gibt), waren stets mit kleineren Zeichnungen von ihr verziert, dekoriert und angereichert.

THE HANDSOME FAMILY - INVISIBLE HANDS



Der überfällige erste Beitrag über mein Labellieblingskind THE HANDSOME FAMILY, ein US-amerikanisches Alternative-Country Duo. Das Ehepaar Brett und Rennie Sparks lebt mittlerweile in Albuquerque in New Mexico. Brett schreibt die Musik und Rennie die auch schriftstellerisch tätig ist, die oft abstrusen und drastischen Texte, die von Brett in gleichmütigem, warmem Bariton vorgetragen werden.



ALTERNATIVE COUNTRY ist übrigens eine in den 90er Jahren entstandene und in den ‚Nuller Jahren’ aufgeblühte Musikgattung zu der neben HF auch Bands wie beispielsweise GALEXICO, GIANT SAND, OKKERVILL RIVER, SONGS OHIO, LAMBCHOP, HAZELDINE, WILCO, SON VOLT, WACO BROTHERS, MEKONS, FRIENDS OF DEAN MARTINEZ, JAYHAWKS, FREAKWATER (um nur einige zu nennen), ihren teilweise hervorragenden Beitrag geleistet haben.

Nicht ohne Stolz dürfen wir behaupten, mit viel Einsatz und Herzblut maßgeblich beteiligt gewesen zu sein und die Weichen für den Insiderbekanntheitsgrad von HANDSOME FAMILY in Deutschland, England und Europa, gestellt zu haben. Dazu mehr in den folgenden Postings.

In den USA und England haben die Kritikerlieblinge mittlerweile eine mehr als treue Gefolgschaft und jedes neue Release - und die ‚ansehnliche Familie’ lässt sich dabei in der Regel viel Zeit- wird sehnlichst erwartet und gekauft. In Nachschlagewerken und musikhistorischen Abhandlungen haben sie verdientermaßen längst ihre Würdigung erfahren.

Was die Scout-Veröffentlichungen der Handsome Family betrifft, rolle ich das Feld von vorne nach hinten auf. Wir veröffentlichten jeweils in Lizenz vom amerikanischen Homelabel CARROT TOP die Debut-CD ODESSA, den Nachfolger MILK & SCISSORS und ZULETZT als ‚Vinyl Only’ die 6-Track Mini-LP: INVISIBLE HANDS, von der es hier die Tracks TIN FOIL und BURY ME HERE zu Hören gibt.

Die Platte ist auf 1000 Stück limitiert, seit langem vergriffen und mittlerweile ein gesuchtes Sammlerstück. Zu der Zeit dieser Veröffentlichung waren THE HANDSOME FAMILY übrigens auf US-Tour im Vorprogramm von WILCO.

CARROT TOP schreibt auf seiner Webseite eine sehr gute, umfassende Beschreibung zu INVISIBLE HANDS, der kaum etwas hinzuzufügen ist.

„Invisible Hands is the Handsome Family's first release since 1996's "Milk and Scissors" studio album (SAKI011) and is limited to 1000 copies worldwide. A 6 song, vinyl only mini-album that comes in a full color LP jacket, It is comprised of 5 new, exclusive songs, as well as "Tin Foil" from their last record. Once again we're treated to a view of the world colored by grey skies, rain on the windowpanes, and a strange, heart-tugging longing for better times far past that probably never existed. "Tin Foil" is a loping country waltz with reflections on physics, physical decrepitude, and relationships gone by. It is also the subject of a short musical film shot and written by Chicago director Bill Ward, featuring The Handsomes as actors and with "Tin Foil" as it's premise. The five exclusive songs sweep through the Handsome Family repertoire, with an emphasis on traditional country and Appalachian folk music. "Cathedrals" is a Hank Williams' style peon to the gothic cathedrals in Cologne, Germany and the summer playland of the Wisconsin Dells highlighted by Brett's West Texas drawl and some tasty, if loose, slide guitar. "Grandmother Waits for You" is a mournful, beautiful, tear jerking ballad of what awaits all of us after we kick the bucket accentuated by Rennie's vocal harmonies and vivid lyrical portraits. "Bury Me Here" brings the autoharp and lap steel out of the closet and winds it's way past the graveyard like a lazy river on a hot summer day. "Barbara Allen" is a Merle Travis song from 1947 that appeared on the Bloodshot "Straight Outta Boone County" compilation. And bringing up the rear is their latest composition, "Birds You Cannot See", an instrumentally sparse, near church hymn played only on bass and autoharp that combines virtuous aphorisms with lyrical imagery beyond the surreal."

Ebenfalls zu sehen, das damals verwendete deutsche Promotionsinfo und als Kostprobe eine Seite der lohnenswerten Textbeilage. Das Live-Photo von Rennie wurde 1996 im Kölner Underground aufgenommen.

TIN FOIL


BURY ME HERE


DRAGNET WEGBESCHREIBUNG



Hier ein Exemplar der patentierten DRAGNET Wegbeschreibung. Diese befand sich nicht nur in einigen Mailorderlisten, sondern auch hin und wieder auf den Rückseiten der Jubiläumsflyer.

Für Ortskundige sicherlich ganz nett und hilfreich, für Außerstädtische und stark angetrunkene Personen oder Psychedelic-Hörer eher irritierend.
Wie auch immer... ein hübsches, kleines Relikt.

FROTHY MURMURS - SCOUT DEMOTAPE



Das Tape von Frothy Murmurs aus London, verbunden mit den beiliegenden Fotos, Flyern und dem originellen Schreiben ließen sofort aufhorschen. Nach einigen Telefonaten mit der Sängerin, Gitarristin und Songwriterin Orna, ersten Vertragsentwürfen und der Möglichkeit einen Auftritt im altehrwürdigen Underground-Club MEAN FIDDLER zu besuchen, schien eine Zusammenarbeit sehr wahrscheinlich.

Nachdem einige andere sinnvolle Termine in und um London arrangiert wurden, flog ich denn mit den angepassten Verträgen, ganz producermäßig nach London und traf mich mit den beiden (Freund und Freundin) in einem von Ihnen im Vorfeld vorgeschlagenen Cafe/Kneipe in Kensington.

Dort wurde ich dann überrascht von einer sehr ruppig-penetranten Wortführung des Gesprächsdominanz suchenden männlichen Parts (Bassist) der Band. Mit leichtem Superstarimage hinterfragte er auch die allersinnlosesten Details (ob wir denn ausreichende Verkaufsmöglichkeiten in Venezuela hätten oder artverwandtes Kaliber).

Die optisch nur äußerst rudimentäre Ähnlichkeit mit dem gesandten Foto der Sängerin, tat ein weiteres, um meine angedachten chauvinistischen Vermarktungsmöglichkeiten realistischer erscheinen zu lassen. Der Vertrag könne natürlich in DER von mir vorgefertigten Art und Weise ohne vorherige Konsultation eines umfassenden Anwaltsstabes nicht akzeptiert werden, ließ Bono oder wie immer sein Name war, noch kurz vor der Verabschiedung verlauten.

Ich darf an dieser Stelle anmerken, dass es bis zu diesem Zeitpunkt außer des versendeten -und wie auf den Soundfile zu Hören ist, Super-Lo-Fi Demotapes keinerlei weitere Veröffentlichungen der Band gegeben hat und sie lediglich durch eine sich in den letzten Monaten steigernde Anzahl an Auftritten, einen Hauch von lokaler Außenbezirkbekanntheit erlangen konnten.

Dennoch -da ich nun schon mal da war, und Orna, eine New Yorkerin, die sehr sympathisch war und immer wieder verzweifelt versuchte Paul McCartney zu bremsen- kam ich Ihrer Bitte und dem eigentlichen Anlaß nach, den abendlichen Gig in jedem Falle zu besuchen.

Der Auftritt wurde mitorganisiert von dem bekannten (zumindest heutzutage) englischen Tierschutzverein PETA, einer „Meat Is Murder" ähnlichen Vereinigung, die u.a. eine ethische Behandlung von Tieren fordert. Es war recht ordentlich gefüllt und FM lieferten einen kraftvollen Lo-Fi Indiegig, der mich wieder etwas fröhlicher stimmte, obwohl die Tanzeinlagen eines als Karotte verkleideten PETA-Mitarbeiters zumindest fragwürdig schienen.


Wir beschlossen ihre in Arbeit befindlichen neuen Stücke abzuwarten und dann noch einmal weiterzusehen. Überraschenderweise war dieses tape (das ich relativ zeitnah erhielt), bis auf zwei Stücke ziemlich schwach und irgendwie uninspiriert, trotz der teilweisen Mitwirkung eines Drummers aus Kalifornien, der seinerzeit bei der US Formation SNOWMEN spielte. Damit war das Thema dann auch erledigt.

Ich überlegte noch, im Rahmen des an anderen Stellen bereits erwähnten SINGLES-CLUBS, den Track STUPID als Single zu veröffentlichen, aber dies blieb dann auch unverwirklicht.

OKAY


STUPID


DIE DRAGNET JUBILÄEN



Sicherlich immer noch gut in Erinnerung, zumindest bei denen die dabei waren, sind die jährlichen DRAGNET Jubiläumsfeiern, wo es neben Salzstangen, Käseköpfen, Sekt und anderem Naschwerkzeug auch immer radikal reduzierte Sonderpreise gab. Und ich glaube nicht zu übertreiben, wenn ich sage, dass die Quantität, die Qualität und vor allem die tatsächliche Höhe der Preisnachlässe ziemlich einzigartig war.

Diese Tatsache hatte sich auch relativ schnell rumgesprochen, denn bereits ab dem 4.Jahr bildeten sich lange Schlangen VOR dem Öffnungszeitpunkt (10:00 Uhr) des Ladenlokals. Ich erinnere mich sehr genau an ein Jahr, wo die Schlange fast bis zur Theaterstrasse ging. Vielen Dank an ‚matatu’ für die Entdeckung und Übermittlung des aussagekräftigen schwarz/weiß Fotos.


Aufgrund der relativen Überschaubarkeit der Schlange, vermute ich, das dieses Foto zum sechsten Jahrestag so gegen 09:30 Uhr aufgenommen wurde.

Die erste Jubiläumsfeier wurde zum 2-jährigen noch datumsgerecht zum 07.09 abgehalten. Im Laufe der Jahre verschoben sich die Daten ein wenig. Zum ersten wollten wir natürlich immer Donnerstags feiern, da zu dieser Zeit die verlängerten Ladenöffnungszeiten noch auf diesen einen Wochentag (bis 20.30 Uhr) beschränkt waren. Nachher haben wir es nicht mehr so ganz genau genommen und auch mal im Oktober oder November gefeiert. Jedenfalls war immer der Bär los und ab ca.18:00 Uhr war es zeitweise SO voll, das man nicht mehr rein kam.
Der Sektkonsum, die Menschenmenge, die immer lauter werdende Kommunikation und der Zigarettendunst - damals durfte man noch ungestraft rauchen- ergaben eine sehr familiäre, kneipenähnliche Atmosphäre und dem Gesetze zum Trotz, feierten wir oftmals bis 23:00 Uhr oder länger.

Da zu den Jubiläen aufgrund vorbereiteter Flyer in den Mailorderlisten auch ab dem Nachmittag viele auswärtige Kunden aus NRW oder weiter auftauchten, gab es für uns immer ein sehr interessantes, gemischtes Publikum zu bestaunen. Erstaunlicherweise interessierte sich die auswärtige Kundschaft in der Regel nur marginal für die Sonderangebote. Die Umsätze in den Bereichen Industrial, Modern Classic, Gothic und Alternative/Indie (hier besonders Singles) erreichten an diesen Tagen immer wieder Rekordhöhen.

Im Laufe des Tages konnten wir auch immer Erstbesucher begrüßen, die durch, in der Innenstadt verteilte Werbeflyer zum Jubiläum, auf den Laden aufmerksam gemacht wurden.

Neben den Schnäppchenhaien waren auch immer die meisten unserer Lieblingsstammkunden anwesend, die uns in der Regel erst einmal per Handschlag gratulierten, bevor sie die Sonderpreise begutachteten.

Nicht unerwähnt bleiben soll aber auch der immense Vorbereitungsaufwand der nötig war und das Engagement ALLER Mitarbeiter um das gute Gelingen und den relativ reibungslosen Ablauf zu ermöglichen. Im Besonderen gilt dies für Jörg, Sascha R, Sascha S, Georg, Thomas, Sophia, Ralf, Bernd und diverse Helfer im Hintergrund.

Die ersten vier Flyer sind in DIESEM posting zu sehen, die Flyer für die Jahre 6 und 7 folgen in einem weiteren, kleinen Beitrag.

Noch einmal die Bitte: Ich weiß, dass während der Jubiläen immer wieder Fotos gemacht wurden. Leider besitzen wir nicht ein einziges.

Wer noch eins findet, möge dies bitte, gegen musikalischen Finderlohn, mailen an scoutreleases@googlemail.com

JOHN PEEL SHOW - SEPTEMBER 1990

Ich nutze dieses Blog, um meine große Verehrung für die DJ Legende JOHN PEEL zu äußern. Sicherlich wäre mein (Musik)leben in andere Bahnen gelenkt worden, wenn ich nicht in den (sehr) späten 70er Jahren und 80ern die Vielfältigkeit, Kompromisslosigkeit und hohe Qualität seiner Sendungen hätte kennen und lieben lernen dürfen.

Seit geraumer Zeit tauchen im Internet immer mehr alte Tapes mit damals aufgenommenen Shows auf und ich lade alles herunter, was ich kriegen kann und empfehle jedem ernsthaft interessierten Musikfreund, es mir gleichzutun.

Die elegante Brücke zu Dragnet liegt darin begründet, dass ich nun eine Sendung aufgetan habe, die im September 1990, dem Eröffnungsmonat des Shops, über den Äther lief und jetzt HIER als Stream oder Download genossen werden kann.

Es handelt sich um einen 45 minütigen Auszug der Sendung und glücklicherweise beginnt die Sendung mit einer seiner so typischen südafrikanischen Ausgrabungen, die ich immer erfolglos versucht habe zu ergattern und von denen ich selbst heute noch Platten suche.

Die Sendung gibt einen guten Überblick über die Musik zu dieser Zeit. Das verwendete Foto ist die Coverabbildung seiner empfehlenswerten Biographie.
Habe noch ältere Sendungen archiviert. Wer Interesse hat, bitte kurz mailen.

MANON ANNE GILLIS - DRAGNET DEMOTAPE



ANNE GILLIS hatte bereits in den 80er Jahren vier exzellente, konkrete Alben veröffentlicht, die leider nur gemäßigten, kauftechnischen Zuspruch fanden. Mir bis heute unbegreiflich, da diese Werke teilweise revolutionäre Ergebnisse in der gelungenen Realisation elektroakustische Musik „musikalisch" zu machen, lieferte. Ihre teilweise extrem beklemmende Musik war einzigartig und atemberaubend klaustrophobisch.

Ich erinnere mich gut an eine Ladenszene, als ihr Album BISHERIGORI im Hintergrund (nun gut, nicht ganz im Hintergrund, war schon etwas lauter) lief und ca. sieben oder acht Kunden im Laden verstreut, die Ware begutachteten. Man konnte quasi physisch spüren, wie bedrückend und schwer diese Klänge den Leuten (und mir) aufs Gemüt schlugen. Innerhalb weniger Minuten war der Laden leer.

1994 gelangte ich an die persönliche Kontaktadresse von Anne und schlug eine Veröffentlichung auf DRAGNET vor. Die „scheue" Künstlerin sendete mir das hier gezeigte Tape mit dem schlichten Titel CD6. Obschon begeistert von dem neuen Werk, kam die Realisation einer Veröffentlichung nicht so recht in die Gänge.

Da wir noch einige andere Projekte am Laufen hatten, blieb ich nicht so hartnäckig an dieser Produktion dran wie sonst üblich. Ohne weitere Information erschien dann das Werk Anfang 1995 in marginal abgeänderter Form und knapp 2 Minuten kürzer unter dem Titel EURAGINE bei dem französischen Label ‚Sounds for consciousness rape’.

Das Originaltape gibt es HIER als download.

ASHTRAY BOY - THE HONEYMOON SUITE - SCOUT CD


John Henderson, den Chef des feinen, kleinen Chicagoer Indielabels FEEL GOOD ALL OVER traf ich zum ersten Male 1994 bei der South By Southwest Convention (SXSW), dem amerikanischen Pendant zur Popkomm / Midem, im texanischen Austin.

Henderson war ein sehr liebenswerter und sympathischer, leider aber auch etwas unzuverlässiger Mensch, wie sich in den Folgejahren zeigen sollte. Wir arrangierten eine Art Lizenztauschdeal. Wir gaben ihm die exklusiven Herstellungs- und Vertriebsrechte für unsere geplante DAVID BU-SARAS (VIRGIN PRUNES) Veröffentlichung und erhielten dafür die weltweiten (mit Ausnahme der USA und Kanada) Rechte für die ASHTRAY BOY CD - THE HONEYMOON SUITE.

Auf die war ich nicht nur besonders scharf wegen der guten Musik, sondern auch weil die zu dieser Zeit zu Recht umjubelte LIZ PHAIR auf 2 Stücken mitwirkte und wir guter Hoffnung waren, der Produktion dadurch ordentlich Zunder geben zu können. Interessanterweise erfuhr ich einige Drinks später, dass Henderson von ca. 1992 an mit Liz Phair zusammen war und mit ihr die Weichen und Demoaufnahmen zu ihrem ersten Meisterwerk EXILE IN GUYVILLE, realisierte.

Ausdauernd und letztendlich erfolgreich umflatterte BRAD WOOD, der umtriebige Schlagzeuger von URGE OVERKILL, das ungeschliffene Phair-Juwel. Da er gute Kontakte zu dem MATADOR Label hatte und ein eigenes, wenn auch überschaubares, Soundstudio besaß, vermittelte oder arrangierte oder intrigierte er derart geschickt, dass Liz, die Matador-Macher dem Freund und FGAO Label vorzog.

Aus wirtschaftlicher Sicht sicher die richtige Entscheidung, zumal Matador die Rechte für das Nachfolgealbum WHIP-SMART in deutlich sechsstelliger Summe an ATLANTIC verdealen konnte und somit zum einen der Grundstein für die unzähligen nachfolgenden LIZ PHAIR Coverstarablichtungen in Musik, Fashion und Zeitgeist Magazinen gelegt wurde, andererseits die deutliche Kapitalerhöhung den Matador Motor erst so richtig Zunder gab. Nur John ging leer aus.

ASHTRAY BOY ist ein Projekt des reiselustigen Australiers Randall Lee, der in wechselnder Besetzung, das Projekt AB auch dadurch am Leben hielt, weil er seine diversen Wohnorte in Vancouver, Sydney, Chicago, Melbourne, etc. mit lokalen Musikern temporär bereicherte.

Nachdem er Anfang der 90er die Kritikerlieblinge THE CANNANES verlassen hatte, um kurzzeitig mit Suzannah Stewart-Lindsay und Francesca Bussey die Band NICE zu gründen und dort ebenfalls auf FGAO zwei sträflich missachtete Alben zu bieten, veröffentlichte er mit ASHTRAY BOY im November 1993 mit THE HONEYMOON SUITE das erste und sicherlich beste Album seiner Karriere.

Mit dabei unter anderem DAVE TRUMFIO, dem die KINGSIZE STUDIOS in Chicago gehören und der immer wieder mit illustren Musikern (WILCO, MEKONS, PALACE BROTHERS, JON SPENCER'S BLUES EXPLOSION, etc.) zusammenarbeitete.

Zu Hören gibt’s das bezaubernde Duett mit Liz Phair (INFIDEL), sowie HIT und als Download das gesamte Album.
download

INFIDEL


HIT

CONSCIOUS PILOT - ELVES DEMOTAPE


Absolut keine Infos von oder über CONSCIOUS PILOT außer einer 15 Jahre alten Telefonnummer aus MAIDSTONE in ENGLAND und den Titelangaben beider Stücke.

I Wonder (Original Mix) und Burning Empire (Riot Mix). Eigentlich dürfte man daraus schlussfolgern, dass es vermutlich noch andere Mixe dieser Stücke gibt.

Der Stempel des Vereinigten Königreiches datiert den Umschlag ohne Absender (!), in dem sich die Kassette befindet, auf 1995 (den Rest kann man nicht entziffern).

Während BURNING EMPIRE ein verworrenes DRUM&BASS angegroovtes, aber dennoch nicht clubtaugliches Stück Durchschnittsmusik offenbart, zeigt I WONDER durchaus Potential, auch wenn der Track stark an PRAM mit hochgepitchtem BETH GIBBONS Gesang erinnert und demoversionstypisch etwas unfertig rüberkommt.

Reicht definitiv nicht für den SCOUT-BLOG-SINGLES-CLUB.
Sollte jemand dennoch den anderen Track „brauchen“, dann kurz melden.

MERCANTAN CD AUF DRAG & DROP



Unter den Industrialveröffentlichungen auf Dragnet und Drag & Drop stellten deutsche Künstler in all der Zeit eher die Ausnahme dar. Besonders "singulär" war die CD "IX" von Mercantan - diese ist keinesfalls die neunte, sondern (leider) die einzige reguläre Veröffentlichung des Duos.
Kennengelernt hatte ich die beiden jungen, sympathischen Herren aus dem nördlichen Ruhrgebiet auf meinen landesweiten Konzert- und Diskothekenstreifzügen Anfang der 90er Jahre. Uns verband das Interesse an klassischem Industrial und Dark Ambient, ein Feld, das zu der Zeit recht viele Releases hervorbrachte.

Mercantan unterschieden sich dennoch in ihrer Art von der Masse dieser VÖs durchaus: Die Stücke waren stets relativ kurz und hatten einen fest definierten Spannungsbogen, niemals webte man bloß Klangteppiche oder verlor sich im Spiel mit dem Geräusch an sich. Zudem hatte man sich konsequent der Klangerzeugung mit analogen Synthesizern verschrieben.

Als ich das selbstproduzierte Demotape der Band anbrachte, ging es recht flott mit der Veröffentlichung: Rasch wurden die Stücke neu produziert, das Tracklisting auch leicht verändert, aber Design und Konzept blieben bestehen, die musikalische Richtung sowieso.
Konzeptionell beschäftigte sich das Album mit dem Kontrast von Industrialisierung und Natur, was sich auch in den Fotografien des ansonsten sehr kryptisch gehaltenen Booklets wiederspiegelte.

Das Album bekam insgesamt gute Kritiken, und 1995 sollte die Band dann auch gemeinsam mit Ant-Zen Labelchef SALT im Aachener AZ eines ihrer ganz wenigen Konzerte spielen (wenn jemand Fotos haben sollte - ich wäre sehr interessiert!). Teile davon erschienen auf einem Split-Live-Tape, dessen Auflage von 100 Stück extrem rasch vergriffen war.


Leider wurde es danach ganz schnell ruhig um die Band: 1996 erschien noch ein Stück auf einem edel aufgemachten Vinylsampler bei Ant-Zen, das eine minimalere Richtung der Band andeutet, kurz darauf war dann aus privaten Gründen Schluss mit Mercantan.

UPSTREAM


VISITENKARTENGESCHICHTEN


Beim Durchsehen, Sortieren und Auswählen von blogtauglichem Material stieß ich auf eine zigarrenkistengroße Dose mit einer recht großen Anzahl aufbewahrter Visitenkarten aus der Musikbranche, die sich im Laufe der Zeit angesammelt hatten.

Wie bereits in meinem New York Reisebericht zu sehen, haben viele Karten nicht nur eine nostalgische und ästhetische Note, sondern sind auch graphischer Ausdruck einer angedachten oder auch verwirklichten Geschäftsphilosophie, durchaus vergleichbar mit den Layouts und Logos von Schallplattenlabeln.

Der Erhalt fast aller Visitenkarten war eine Momentaufnahme jungfräulicher Geschäftsverbindungen, Hoffnung weckender Versprechungen und neu entstehender Ambitionen und Ideen.

Hinter vielen dieser Kärtchen nisten kleine Geschichten, Anekdoten, Erwartungen und Enttäuschungen, Aussagekräftiges und Banales..
Viele Karten sagen mir aber auch so gut wie nichts mehr und ich kann sie nur noch mit Mühe gedanklich zuordnen. Es gibt aber auch andere. Karten von Geschäftspartnern, mit denen man jahrelang zu tun hatte.


Ich werde von nun an immer wieder einmal einige von denen einstellen, wo eine (sehr) kleine Geschichte zu geschrieben werden kann, die entweder etwas Skurriles oder Witziges bietet oder aber in irgendeiner Art und Weise stärkeren Einfluß auf den Shop, die Label oder den Großhandel ausübten.

Zu den sechs in diesem posting abgelichteten Karten habe ich keine wirkliche Story, außer dass ich sie graphisch ansprechend finde.

PANTEON GOES POP KOMM



Diese pittoreske Werbe –und Einladungskarte haben wir im Vorfeld zur PopKomm 1994 oder 1995 (bin nicht mehr ganz sicher) entworfen und drucken lassen.

In diesem Jahr hatten wir zum ersten Male einen eigenen Stand auf der Popkomm.
Im Folgejahr mieteten wir eine gemeinsame Standfläche für PANTEON und SCOUT an. Leider habe ich keine Fotos von den Ständen, obwohl beide sehr ansprechend gestaltet waren.

Die Messe und die sich ergebenden zusätzlichen Kontakte waren für uns ein großer Erfolg und die Keimzelle der Entscheidungsfindung mittelfristig umzuziehen, eigene Produktionslinien anzuschaffen und so unabhängiger von Zulieferern und gewinnoptimierter, wenn auch risikobereiter, arbeiten zu können.